Qiu Jin

The young intellectuals are all chanting, ‘Revolution, Revolution,’ but I say the revolution will have to start in our homes, by achieving equal rights for women.”

Qiu Jin (1875–1907) kämpfe bis zu ihrem Tod gegen die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse an. Die Revolutionärin und Feministin wurde 1875 geboren. Sie wuchs in finanziell privilegierten Verhältnissen auf und genoss, vor allem Dank ihrer Mutter, eine ausgeprägte Bildung, die ihr das Lesen und Schreiben ermöglichte. Schon früh faszinierten sie die Geschichten von Heldinnen*, sodass sie sich mit Kampfkünsten, wie dem Schwertkampf vertraut machte. Der Wunsch selbst als Heldin* in die Geschichte einzugehen manifestierte sich. Jedoch sah die damals stark patriarchal geprägte Gesellschaft einen anderen Weg für Frauen* vor und so wurde Qiu Jin auf Wunsch ihres Vaters mit 19 Jahren verheiratet.

Die kommenden Ehejahre sollten für Qiu Jin eine Qual werden und ihre Wut über diesen Zustand drückte sie in dieser Zeit vor allem in Form von Gedichten aus. Doch Qiu Jin ergab sich nicht ihrem Schicksal. In Beijing kam sie in Kontakt mit politischen Aktivist*innen und befreite sich immer mehr von ihrer gesellschaftlich zugedachten Rolle. 1904 verließ sie schließlich ihren Ehemann und ihre zwei Kinder um nach Japan zu gehen. Dort studierte sie und schloss sich chinesischen Geheimbünden gegen die Qing-Dynastie an. Diese revolutionäre Bewegung verknüpfte sie mit dem Kampf für die Gleichberechtigung. So war es ihr vor allem ein Anliegen die Bildung von Frauen* zu fördern, um so ihre gesellschaftliche Lage zu verbessern. Sie setzte sich aktiv gegen die damals weitverbreitete Praxis des „Füße-bindens“ ein. Kurz nach ihrer Rückkehr nach China gründete sie die Zeitschrift hongguo nübao („Zeitschrift der chinesischen Frau“) im Jahr 1906. In diesem Journal publizierte sie unter anderem politische Schriften und rief Frauen* zum Widerstand auf. Des Weiteren wurde sie Direktorin einer Schule, in der sie junge Aktivist*innen auf die Revolution vorbereitete, indem sie ihnen Kampfkunst lehrte. Auch hier versuchte sie vor allem Frauen* zu fördern.

Qiu Jins revolutionären Bemühungen blieben auch den Machthabenden nicht verborgen, sodass sie im Juli 1907 schließlich verhaftet und nur kurze Zeit später hingerichtet wurde. So kann ihr Leben bis zuletzt als Akt der Rebellion verstanden werden.

Hier könnt ihr den Flyer herunterladen und Frauen*geschichte sichtbar machen:

Qiu Jin

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Quellen:

https://amazingwomeninhistory.com/qiu-jin-chinese-feminist-revolutionary/

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/qiu-jin/

https://theculturetrip.com/asia/china/articles/qiu-jin-the-female-knight-of-mirror-lake/

https://www.nytimes.com/interactive/2018/obituaries/overlooked-qiu-jin.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Qiu_Jin#/media/File:Qui_Jin2.jpg