Demo für die Rechte von Sexarbeiter*innen im Rahmen der Sex Work Action Week

[via Sex Work Action Group]

Vom 31.08. bis 06.09. findet die SexWorkers Action-Week statt!
Sexarbeitende und ihre Verbündeten organisieren sich um für die Rechte von Sexarbeitenden und gegen ihre Kriminalisierung und Stigmatisierung zu kämpfen – unter Corona erst recht! Gerade in den vergangenen Monaten wurden Sexarbeitende immer wieder als „super spreader“ verunglimpft und ihre Lohnarbeit verboten, ohne wirksame finanzielle Ausgleiche zu schaffen. Sexarbeitende fordern die Möglichkeit, frei entscheiden zu können, ob sie arbeiten oder nicht arbeiten wollen, statt durch gesetzliche Vorgaben oder prekäre finanzielle Situation in ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt zu werden. Erst jetzt wird in Berlin das Arbeitsverbot schrittweise aufgehoben, dabei wird aber weiterhin eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Formen der Sexarbeit vorgenommen. Bevorzugt behandelt wird Sexarbeit ohne Geschlechtsverkehr sowie in Studios, härtere Auflagen und längere Verbote gelten für Sexarbeitende, die Geschlechtsverkehr anbieten und insbesondere für Street-Sexwork. Dadurch wird festgeschrieben, was als vermeintlich „gute“ und „schlechte“ Sexarbeit gilt und schon lange bestehende hierarchische Stigmatisierungen und Klassifizierungen (auch bekannt als „whorearchy“ oder „Whore-Hierarchy“) werden weiter reproduziert.

Zahlreiche Selbstorganisationen von Sexarbeitenden und ihre Verbündeten wehren sich im Rahmen der Woche mit informativen und kreativen Aktionen: von Workshops und Infoveranstaltungen (auch online) bis zu Ausstellungen, Filmvorführung und PeepShow. Viele Events sind für alle offen, sowohl für Sexarbeitende als auch Interessierte. Mehr Informationen und Updates findet ihr hier: https://swactionweek.wixsite.com/website und auf Twitter unter @SWAG_Berlin.

Mit dabei sind das Black Sex Worker Collective, Objects of Desire, das Black Power Naps Kollektiv, das Berlin Strippers Collective, die Gruppe Trans*SexWorks, kaufmich.com, Lambda, Hydra e.V., der BesD (Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen) und weitere.

Als queerfeministische Gruppe treten wir dafür ein, dass alle Personen selbstbestimmt leben und arbeiten können. Wir unterstützen daher ihre Forderungen und werden unsere Solidarität zeigen!

Kommt zum Abschluss der Woche am 06.09. zur Demo für die Rechte von Sexarbeitenden! Los geht’s um 15 Uhr in Schöneberg.

#swactionweek #sexworkiswork