Nachdem der Hashtag MeToo in den letzten Wochen die Debatten im Internet um sexualisierte Gewalt erneut aufgegriffen hat, wurde das Thema am 28.10. auf einer Demonstration in Berlin unter dem gleichen Namen auf die Straße gebracht. Die für den sehr knappen Zeitraum starke Mobilisierung zeigt, dass die Betroffenen* nicht mehr schweigen wollen und sexualisierte Gewalt nicht mehr tabuisiert und als Thema an den Rand gedrängt werden soll.
Denn periodisch bekommt sexualisierte Gewalt immer wieder Aufmerksamkeit, ob durch #aufschrei oder die Debatten um die Übergriffe in Köln, in welchen feministische Forderungen gegen sexualisierte Gewalt immer wieder rassistisch vereinnahmt wurden. Was bei der #MeToo-Demo aber ganz klar zusammen gedacht wurde, muss die Forderungen im Umgang mit sexualisierter Gewalt weiter prägen. Und zwar: Der Kampf gegen das Patriarchat und Sexismus bleibt antirassistisch und die Arbeit darf nicht nur Aufgabe von FLTI*s bleiben, sondern muss auch von (Cis-)Männern erbracht werden!
Wir müssen die Debatte weiterführen, gemeinsam überlegen, wie wir weiterhin zusammenarbeiten können, damit deutlich wird, dass sexualisierte Gewalt nicht nur der Treibstoff für einen Hashtag war, der sich kurzzeitig zum Medienspektakel in Internet und internationaler Presse entwickelte, sondern abseits der virtuellen Räume jeden Tag passiert. Geschlechts-/Genderbezogene Gewalt ist ein Dauerphänomen in allen Gesellschaften, dem alle FLTI* ausgesetzt sind, egal in welchem Land auf der Welt. Die Anerkennung von sexualisierter Gewalt und Übergriffen erfordern eine kontinuierliche Aufarbeitung der Fälle. Dabei muss die Verantwortung auf die Gesamtgesellschaft verteilt, sowie die Auseinandersetzung auf alltäglicher Ebene fortgeführt werden. 
Wie, wo und mit wem das passieren kann und in welcher Form wir sexualisierter Gewalt entgegen treten können, wollen wir mit euch gemeinsam diskutieren und Ideen entwickeln.  Dafür lädt der Orga-Kreis von #MeToo gemeinsam mit Feminism Unlimited am 13.11. um 19:00 in den Eiertanz (Admiralstraße 17). ein.